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(RATGEBER)Fachkräftemangel

Fachkräftemangel am Bau 2026: Zahlen, Prognosen & Lösungen

391.000 fehlende Fachkräfte, 62% Engpass im Tiefbau: Aktuelle Statistiken und bewährte Strategien gegen den Fachkräftemangel im Baugewerbe.

Aktualisiert: Januar 2026Lesezeit: ca. 12 Minuten

Aktuelle Zahlen: So groß ist das Problem

Der Fachkräftemangel im Baugewerbe hat 2025/2026 einen neuen Höchststand erreicht. Für Bauunternehmen auf Personalsuche sind die Kennzahlen alarmierend:

391.000

fehlende Fachkräfte bundesweit

Quelle: KOFA, Juni 2025

59%

der Bauunternehmen mit Besetzungsproblemen

Quelle: DIHK Fachkräftereport

36%

Stellenüberhangquote im Bau

Jede 3. Stelle unbesetzt

„Laut DIHK-Fachkräftereport 2025/2026 berichten 59 Prozent der Bauunternehmen über Stellenbesetzungsprobleme. Im Handwerk liegt die Quote noch höher."

— DIHK Fachkräftereport 2025/2026

Engpassquoten nach Baubereich:

Tiefbau62%
Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klima (SHK)59%
Elektrotechnik54%
Hochbau48%
Ausbaugewerbe45%

Regionale Unterschiede

Der Fachkräftemangel trifft nicht alle Regionen gleich. Süddeutschland und ländliche Gebiete sind besonders betroffen:

Stark betroffen

  • • Bayern: Engpassquote 67%
  • • Baden-Württemberg: 64%
  • • Rheinland-Pfalz: 61%
  • • Ländliche Regionen generell höher betroffen

Weniger betroffen

  • • Berlin: Engpassquote 41%
  • • Hamburg: 44%
  • • Sachsen-Anhalt: 43%
  • • Großstädte generell besser versorgt

Ursachen: Warum fehlen so viele Fachkräfte?

Der Fachkräftemangel im Bau hat mehrere strukturelle Ursachen, die sich gegenseitig verstärken:

1. Demografischer Wandel

Die geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) gehen in Rente. Jährlich verlassen ca. 19.800 Beschäftigte altersbedingt die Baubranche – mehr als nachkommen.

2. Ausbildungslücke

Die Zahlen sprechen für sich:

19.800

Rentner pro Jahr

12.340

Neue Azubis pro Jahr

Netto-Verlust: ca. 7.500 Fachkräfte jährlich – und die Lücke wächst.

3. Hohe Abbrecherquote

40% der Ausbildungsverträge im Baugewerbe werden vorzeitig aufgelöst – der höchste Wert aller Branchen. Gründe: körperliche Belastung, Arbeitsbedingungen, attraktivere Alternativen.

4. Abwanderung in andere Branchen

Fachkräfte wechseln in weniger körperlich belastende Berufe: Facility Management, Industrie, Vertrieb. Einmal weg, kommen die wenigsten zurück.

Prognosen: Was erwartet uns?

Die Experten sind sich einig: Der Fachkräftemangel wird sich ohne aktive Gegenmaßnahmen weiter verschärfen.

QuellePrognose 2026
EY-ParthenonLeichtes Volumenwachstum von 1,0% im Hochbau erwartet
ifo InstitutIm ungünstigsten Fall nur 175.000 fertiggestellte Wohnungen (Ziel: 400.000)
DIHK83% der Unternehmen erwarten negative Folgen durch Fachkräftemangel
Institut der deutschen WirtschaftBis 2030: Lücke von über 500.000 Fachkräften im Baugewerbe möglich

Vier bewährte Lösungsstrategien

Unternehmen, die dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen, setzen auf einen Mix aus kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen. Einen Überblick über den kompletten Vermittlungsprozess finden Sie hier.

Internationale Fachkräfte gewinnen

Schnellste Wirkung (4-8 Wochen)

Die Westbalkan-Regelung und das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bieten rechtssichere Wege, qualifizierte Handwerker aus dem Ausland zu rekrutieren.

50.000 Kontingentplätze (Westbalkan)
Keine Anerkennung nötig
Direkte Festanstellung
Familiennachzug möglich

Nachwuchs gewinnen

Langfristige Wirkung (3+ Jahre)

Attraktive Ausbildungsbedingungen schaffen und aktiv um junge Menschen werben.

  • Übertarifliche Ausbildungsvergütung
  • Moderne Ausstattung und digitale Tools
  • Kooperationen mit Schulen und Berufsberatung
  • Social Media Präsenz für Arbeitgebermarke

Mitarbeiter binden

Kontinuierlich

Jeder Mitarbeiter, der bleibt, ist eine Stelle weniger, die neu besetzt werden muss.

  • Wettbewerbsfähige Gehälter und Zusatzleistungen
  • Gesundheitsförderung und Ergonomie am Arbeitsplatz
  • Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten
  • Wertschätzende Unternehmenskultur

Stille Reserve aktivieren

Mittelfristig

Menschen zurückgewinnen, die bereits Erfahrung haben, aber aktuell nicht im Bau arbeiten.

  • Wiedereinsteiger-Programme für ehemalige Fachkräfte
  • Quereinsteiger mit Grundqualifikation schulen
  • Teilzeitmodelle für ältere Mitarbeiter
  • Kooperation mit Arbeitsagentur für Umschulungen

Internationale Fachkräfte: Die schnellste Lösung

Während Ausbildung und Mitarbeiterbindung Zeit brauchen, können internationale Fachkräfte innerhalb von 4-8 Wochen ihre Arbeit aufnehmen. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsprüfung und transparente Preise.

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